Dokumentation der SocialBar vom 01. Februar 2011

Auch auf der ersten Berliner SocialBar in 2011 wurde im taz café wieder referiert, genetworked, diskutiert und natürlich dokumentiert. Die beiden Inputs, samt Diskussion, stelle ich hier wieder als Podcast ein. Einen dokumentierten Twitter-Stream dagegen gibt es nicht. Es gab diesmal einfach keine (oder nur sehr wenige) Tweets mit dem Hashtag #SocialBar.

Wheelmap.org
Die Berliner Premiere in 2011 übernahm Raúl Krauthausen mit einer kritischen Reflexion der Mobilisierungsbemühungen rund um das Open Data Projekt Wheelmap.org. Mit der Wheelmap wollen Raúl und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter von den SOZIALHELDEN „Menschen auf Rädern“ die Möglichkeit bieten, barrierearme Orte zu finden, um eben auch einen ganz normalen Stadtbummel machen zu können und nicht an der „Klingel um die Ecke“ um Hilfe läuten zu müssen. Raúl berichtete von den lesson learnd, die er und seine Crew in den vergangenen Monaten machen durften und stellte die Frage in den Raum, wie es gelingen kann noch mehr Betroffene — ob sie nun im Rollstuhl sitzen, einen Rollator brauchen oder mit dem Kinderwagen unterwegs sind — für das Geotagging zu mobilisieren.

http://www.socialbar.de/mp3/raul_wheelmap_feb2011

Mobilisierung in der Frauenbewegung
Die zweite Präsentation übernahm Cristina Perincioli von spinxmedien.de. Perincioli berichtete von der Mobilisierung in der Frauenbewegung der 1970er Jahre und wollte zu Transferüberlegungen anregen. Was also — galt es zu überlegen — können wir aus der Mobilisierung hunderter, tausender Frauen für heutige Kampagnen lernen? Wie haben es die Macherinnen der Frauenbewegung geschafft etablierte Medien, wie den Stern oder TV-Sendungen im Abendprogramm (Panorama) zu erobern und was könnte das bspw. für so medial unterbelichtete Themen wie z.B. Freiwilligenarbeit bedeuten?

http://www.socialbar.de/mp3/perincioli_frauenbewegung_feb2011

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2 Antworten to “Dokumentation der SocialBar vom 01. Februar 2011”

  1. Sophie Says:

    Hallo Hannes, danke für die flotte Dokumentation! Ich habe noch ein Zitat, das ich per Socialbar Twitter dokumentiert hatte. Und zwar sagte Frau Perincioli „Es gab ja noch kein Video“ als Antwort auf die Frage, wie Fernsehbeiträge für die Mobilisierung genutzt werden konnten. Mir sind in dem Moment die Schuppen von den Augen gefallen. Das war noch die Zeit der drei Fernsehsender und die Zeit der Mobilisierung via Telefonketten. Da wurde nix mal schnell mit der Handycam aufgenommen und hochgeladen.
    Auf jeden Fall ein spannendes Stück Zeitgeschichte was wir da gestern miterleben konnten. Danke für die Herstellung des Kontaktes!

  2. Hannes Jähnert Says:

    Ein spannendes Stück Zeitgeschichte war es in der Tat. Ich dneke, dass es damals gerade wegen der (vergleichsweise) schwach medialisierten Lebenswelten, möglich war so gut zu skandalieren und zu mobilisieren. Heute vergeht doch kaum ein Tag an dem ich nicht erfahre, dass die Welt untergeht. Hier tote Kinder, dort hungernde Menschen und dann noch die ganzen Tiere … Ich glaube nicht, dass wir medial abstumpfen — zumindest nicht in dem Maße, wie es Medienkritiker es uns weis machen wollen. Ich denke aber, dass es bei all den Problemen kaum noch ein Problem gibt, das MEIN Problem ist. Das gab es früher und davon wurde auch niemand medial abgelenkt.

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