Sessionvorschlag für das SocialCamp

HUMBOLDT VIADRINA School of Governance

HUMBOLDT VIADRINA School of Governance

Gestern Abend wurde auf der Berliner SocialBar die Anmeldung zum diesjährigen SocialCamp freigeschaltet. War der Treffpunkt im vergangen Jahr noch das Hub im alternativen Kreuzberg wird das SocialCamp dieses Jahr am 19. und 20. November in den Räumen der HUMBOLDT VIADRINA School of Governance in Berlin-Mitte stattfinden. Dieser Ortswechsel zeigt deutlich, wohin die Reise geht: Das SocialCamp wächst recht schnell aus den Kinderschuhen des einst alternativen Konferenzformates heraus — BarCamps kommen im akzeptierten Mainstream an.

Auch thematisch gibt es Veränderungen: Den Machern geht es längst nicht mehr nur um die Sensibilisierung von Non-Profit-Organisationen für die verschiedenen Möglichkeiten des Internets. Vielmehr soll diesmal der Fokus auf anwendungsbezogene Fragestellungen gelegt werden.

Den meisten Stategen — sagte mir Sebastian Metzger auf dem Hoffest der Aktiven Bürgerschaft in Berlin — seien die Möglichkeiten des Web 2.0 durchaus bewusst. Die Chefs der NPOs würde man demzufolge nur deshalb nicht auf Veranstaltungen wie das SocialCamp bekommen, weil sie eher an konkreteren Fragen der Umsetzung als am Wiederkäuen der Grundlagen interessiert seien.

So reagierte das Orga-Team des SocialCamps also auf die gewandelten Bedürfnisse einer zunehmend professionell orientierten Zielgruppe mit einem veränderten Konzept:

Inhaltlich wird das Socialcamp 2010 auf zwei Säulen stehen. Die erste Säule bietet Raum für „best-practice“ und „lessons learned“ Beispiele aktueller Kampagnen und Netzauftritte von und für Non-Profit-Organisationen. Die zweite Säule dient als Praktikerforum dem Austausch von Wissen und Erfahrungen.

Das Barcamp-Prinzip der letzten Jahre wird als bewährte Methode beibehalten, wobei der in Sessions organisierte Austausch auf Augenhöhe durch Podiumsdiskussionen und ein Social-Speed-Dating ergänzt werden wird. Weitere Abwandlungen vom letzjährigen Organisationskonzept stellt neben dem Selbstkostenbeitrag von 50 bis 80€, der uns noch ein paar Schwierigkeiten bereitet, auch die Möglichkeit der vorgezogenen Themenvorschläge auf der Website des SocialCamps dar. Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich hier schon vor der Sessionplanung vor Ort über mögliche Themen schlau machen bzw. selbst Themenvorschläge machen.

Gern möchten wir vom Forschungsprojekt auch eine Session zu unseren Ergebnissen anbieten, auf der wir mit den Organisatorinnen und Organisatoren der verschiedenen SocialBars mögliche Fazits und lessons learned diskutieren. Der Themenvorschlag ist bereits eingestellt:

Ergebnisse und Fazits aus dem Forschungsprojekt „Wissenstransfer aus der SocialBar“
Katrin Unger & Hannes Jähnert

  • Schwerpunkt: „lessons learned“
  • Im vergangenen halben Jahr haben wir die Berliner SocialBar etwas näher unter die Lupe genommen. Besonders interessierte uns dabei, ob dieses noch recht wenig evaluierte Veranstaltungsformat der BarCamps zu einem Wissenstransfer beiträgt; ob es also einen Transfer der während der SocialBar referierten Expertise in die Organisationen der Teilnehmenden gibt oder nicht. Während unsers Erhebunszeitraums (Mai bis Juli 2010) dokumentierten wir die SocialBar in Bild, Ton und Text, führten insgesamt 25 Interviews mit vier regelmäßig Teilnehmenden und sieben zufällig ausgewählten Teilnehmenden durch.
  • In unserer Session wollen wir Interessierten nun ausgewählte Ergebnisse unserer Auswertung vorstellen und veruschen gemeinsam Schlüsse daraus ziehen.

Was den Selbstkostenbeitrag für das diesjährige SocialCamp angeht, war oben bereits erwähnt, dass uns dieser noch etwas Kopfzerbrechen bereitet. Als Studies der Bildungswissenschaften, die wir dieses Forschungsprojekt durchgeführt haben und auch vorstellen wollen, ist der Teilnahmebeitrag von 50 bzw. 60 oder gar 80€ bei Weitem keine Kleinigkeit. Leider bekommen wir von unserer Hochschule (TU-Berlin) keinerlei Fördermittel und haben uns bisher auch noch nicht um Drittmittel bemüht — schon deshalb nicht, weil es bisher noch nicht notwendig war. Das wollen (oder müssen) wir nun ändern:

Eine hervorragende Möglichkeit hierfür bieten die Organisatoren des SocialCamp: Um auch finanzschwachen Interessierten Expertinnen und Experten den Weg zum SocialCamp zu ermöglichen, werden Ticket-Sponsor(innen) gesucht, die zwar nicht als traditionelle Sponsoren dieses Events auftreten, aber dennoch einen (prominenten) „Platz als Ticket-Sponsor“ auf der Webseite des SocialCamp bekommen.

Bild anklicken um zu Flattr zu gelangen

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Gern würden wir uns unsere Tickets zum SocialCamp 2010 von Ihnen / von euch sponsorn oder erflattrn lassen und Sie / dich in den Reigen unserer Unterstützerinnen und Unterstützer aufnehmen. Ganz konkret geht es um zwei Tickets.  Gern würden wir beide Tage des SocialCamps nutzen, um mit Interessierten in Kontakt zu treten und weitere Feldforschung zu betreiben.

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